Buchtipp: Der gefährlichste Ort der Welt

„Sie erwiderte das Lächeln von Tristans Mutter. Und begriff: Sie hat gedacht, jemand wäre mit ihm befreundet gewesen.“

Willkommen in Mill Valley! Willkommen am gefährlichsten Ort der Welt!

Als Tristan Bloch eines Morgens auf sein Fahrrad steigt und losradelt, auf die Golden Gate Bridge zu, den heißen, schweißnassen Kopf gesenkt, da ahnen wir schon, dass ihn der Verrat seiner Angebeteten, Calista, vernichtet hat. Sein Liebesbrief wurde auf Facebook gepostet, und das war ihre Schuld.
Fünf Jahre später: Kurz nach dem dramatischen Ende einer Abschlussparty betrachtet Calista, Tristans erste und letzte große Liebe, in dem Versuch, die Ereignisse zu begreifen, ein altes Klassenfoto – Tristan, lachend, in seinen unmöglichen grellgelben Trainingshosen, der sanfte Dave Chu, der durchtriebene Ryan Harbinger, Baseball-Captain und Schwarm aller Mädchen, Abigail Cress, damals noch Calistas beste Freundin, die später mit einem Lehrer anbandelte, und all die anderen, die mit dem Leben und der Liebe gespielt hatten. Ihre fröhlichen Gesichter täuschen. »Sie taten, was sie konnten, um zu überleben.«
Für einen von ihnen war Mill Valley, das verträumte reiche Städtchen über der Bucht von San Francisco, ein vermeintliches Paradies, zur Hölle geworden. Und sie, die zurückblieben, waren vom Leben gezeichnet, noch bevor es richtig begonnen hatte.

Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Das man liest bis die Augen nicht mehr können und einen anflehen ins Bett zu gehen.
Es ist schön, und tragisch, und erschreckend. Und es deckt so viel auf. So viel, was man unter normalen Umständen als unmöglich erachten würde, und was doch tagtäglich geschieht.
Die Charaktere, alle im Alter zwischen 13 und 18 Jahren, werden eingehend betrachtet. Und alle haben eine Geschichte, die berührt, erschreckt und traurig macht.
Die Sozialen Medien spielen in diesem Buch eine große Rolle. Denn sie sind der Dreh- und Angelpunkt der ersten und verheerendsten Geschichte.

Erwachsen werden, Social Media, Mobbing, Alkohol und Drogen, gepaart mit dem Drang einer Gruppe anzugehören. Und auch erfahren wie wichtig es ist auch einmal nicht der Mitläufer zu sein.
Es war fesselnd. Empfohlen für jeden, gerade die, die sich noch gut an ihre Schulzeit erinnern können.

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